Von den drei wichtigsten Hautkrebsarten (Basalzellkarzinom, spinozelluläres Karzinom, Melanom) wird das Basalzellkarzinom am häufigsten diagnostiziert: etwa zehnmal öfter als ein Melanom.

Das Basalzellkarzinom tritt hauptsächlich am Kopf, aber auch am Rumpf oder an Armen und Beinen auf. Betroffen sind immer Hautregionen, in denen es auch Haarwurzeln gibt. Hauptursache für die Entstehung eines solchen Hauttumors ist eine starke Sonnenbelastung über viele Jahre. Das Basalzellkarzinom muss nicht unbedingt genau an den Stellen auftreten, die der Sonne ausgesetzt waren, sondern kann auch in nicht übermäßig sonnenexponierten Hautregionen auftreten.

Am Anfang zeigt sich ein Basalzellkarzinom oft als kleines, hartes und erhabenes Knötchen mit einer glänzenden Oberfläche. Später beginnt der Tumor zu wachsen, kann leicht bluten und verkrusten. Die Krankheit tritt bei Männern etwas häufiger auf als bei Frauen. Betroffen sind vor allem Männer ab dem 50. Lebensjahr. Hautärzte berichten jedoch zunehmend auch von Patienten im Alter zwischen 30 und 40 Jahren. Wie bei allen sonnenbedingten Hauterkrankungen ist auch beim Basalzellkarzinom in Mitteleuropa ein deutlicher Anstieg der Neuerkrankungen (zur Zeit eine jährliche Rate von drei bis sechs Prozent) zu beobachten.

Basalzellkarzinome können sich grundsätzlich, wenn auch sehr selten, im Körper ausbreiten und Metastasen bilden. Obwohl diese Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, muss diese Hautkrebserkrankung frühzeitig und konsequent behandelt werden: Unbehandelt kann ein Basalzellkarzinom örtlich zerstörerisch in Knorpel und Knochen einwuchern und so im Extremfall zu Entstellungen, z. B im Gesicht, führen. Bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung ist allerdings jedes Basalzellkarzinom heilbar.